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Rheinfelden (Baden & Schweiz)

Seit dem 14. Jahrhundert gehörten fast alle Gemeinden der heutigen Städte Rheinfelden (Baden) und Rheinfelden Schweiz zur Herrschaft Rheinfelden, die wiederum zu Vorderösterreich gehörte. Ausgenommen davon waren Karsau, Riedmatt und Beuggen, die als österreichische Lehen zur Deutschordenskommende gehörten. Die österreichische Herrschaft Rheinfelden hatte sich aus der Grafschaft Rheinfelden des 10./11. Jahrhunderts entwickelt. Das linksrheinische Rheinfelden, um 1130 gegründet, ist die älteste Zähringer Stadt in der Schweiz, während das rechtsrheinische Rheinfelden (Baden), 1922 zur Stadt erhoben, eine der jüngsten Industriestädte im deutschen Südwesten ist.

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Im Frieden von Lunéville 1801 wurde die zu beiden Seiten des Rheins gelegene österreichische Herrschaft Rheinfelden unterschiedlichen Staaten zugeschlagen: der rechtsrheinische Teil blieb zunächst bei Österreich und fiel nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 an Baden, der linksrheinische Teil kam 1801 zum Fricktal und dieses 1803 zum Kanton Aargau. So ist noch in heutiger Zeit die südliche Gemarkungsgrenze der Stadt Rheinfelden (Baden) der Rhein, zugleich die Staatsgrenze zur Schweiz.

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Entscheidend für die Entstehung der Stadt Rheinfelden (Baden) war der Bau des ersten, europäischen Flusskraftwerks von 1894 bis 1898 und die damit verbundene Ansiedlung von Elektrochemischer Industrie und Aluminiumindustrie auf den Gemarkungen der Gemeinden Karsau und Nollingen. Viele Arbeitssuchende kamen an den Hochrhein, so dass die Bevölkerungszahl sprunghaft anstieg. Die Dorfgemeinde Nollingen sah sich plötzlich vor große Aufgaben gestellt: ein Bebauungsplan musste erstellt werden; Straßenplanung, Wasserversorgung und vieles mehr standen auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Da ein Teil der Industrieansiedlungen auch auf Karsauer Gemarkung lag, waren Zuständigkeiten nicht eindeutig geregelt. Diese Entwicklung drängte zu einer gemeindepolitischen Neuordnung.

Die Gemeinde Karsau erklärte sich im Jahr 1901 dazu bereit, ihr Industriegebiet, 110 ha, für eine Abfindungssumme in Höhe von 200 000 Mark an Nollingen abzutreten.
So entstand im Jahr 1901 die Doppelgemeinde Nollingen – Badisch Rheinfelden. Nollingen hatte zu diesem Zeitpunkt 869 Einwohner und Badisch Rheinfelden bereits 1482. Als im Jahr 1921 Warmbach auf eigenen Antrag eingemeindet wurde, kamen mit einem Schlag weitere 500 Einwohner dazu. Mit Beschluss vom17. Oktober 1922 nach langen schwierigen Verhandlungen erfolgte die Erhebung der bisherigen Gemeinden Nollingen-Badisch Rheinfelden und Warmbach zur Stadt durch das Staatsministerium, aber nun unter dem Namen Rheinfelden, seit 1963 offiziell mit dem Zusatz „Baden“.

Nach der Stadterhebung und Namensänderung wurde das Wappen der “Ritter von Nollingen“, ein Adelsgeschlecht, das bereits im 15. Jahrhundert ausgestorben war, für Rheinfelden (Baden) beibehalten: In Gold ein aufgerichteter roter Löwe, der in der linken Vorderpranke eine stilisierte rote Rose hält.

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In die Stadt Rheinfelden (Baden) wurden Degerfelden, Minseln 1972 eingemeindet; Herten 1973, Adelhausen, Eichsel und Nordschwaben 1974 und Karsau 1975. Die Bevölkerungszahl stieg durch diese Eingemeindungen auf knapp 30 000 Einwohner an und die Größe der Gemarkung wuchs auf 6.284 Hektar. Im gleichen Jahr erfolgte die Erhebung zur Großen Kreisstadt.

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